Die Tiefe unerfüllter Liebe
In diesem Blog möchte ich mich einem Thema widmen, das immer wieder in meiner Praxis auftaucht und das ich persönlich sehr gut kenne, ich glaube, dass es kaum einen Menschen gibt, der nicht zu irgendeiner Zeit in seinem Leben die Zusammenkunft mit einem Menschen ersehnt hat, während sich die äußeren Umstände jedoch zu den Ungunsten einer Beziehung entwickelten.
Bevor ich einige hilfreiche Tipps gebe, wie man in so einer Situation sinnvoll abseits von „Ruf sie/ihn doch einfach an!“ agieren kann, möchte ich ansprechen, was in vielen Fällen hinter unerklärlicher unerfüllter Anziehung zu einer anderen Person liegen kann.
Seelenverträge mit Unterschrift
Ganz vereinfacht gesprochen könnte man sagen, wir sitzen alle zwischen unseren Leben auf Wolke 7 und tüfteln einen intelligenten Plan aus, wie wir uns weiter-ent-wickeln wollen. Dazu gehört, gewisse Eigenschaften zu entwickeln, zu wachsen, zu lernen und zu reifen, aber auch „offene“ Rechnungen aus Vorleben zu begleichen und natürlich auch, anderen Menschen hilfreich durch ein bestimmtes positives, neutrales oder negatives Verhalten zu Diensten zu stehen.
Ist der Plan gezeichnet und sind die Menschen, die einem in diesem Leben zu bestimmten Erkenntnissen, Entwicklungsschriften und zu bestimmten Erfahrungen verhelfen wollen, gefunden, dann wird ein Vertrag aufgesetzt zwischen den Seelen, eine Absprache getroffen, die sie beide unterschreiben.
Der Vertrag wird fällig
In diesem Seelenvertrag kann es dann beispielsweise einen Passus geben, der lautet: „Meine weibliche Kraft ist unterentwickelt. Seele X wird sich – weil in diesem kommenden Leben gegengeschlechtlich als Mann verkörpert – mit mir zu Beginn der Pubertät treffen, um mir durch Spiegelung zu zeigen, dass meine Weiblichkeit der Heilung bedarf.“ Den Mann X hat man beispielsweise deshalb ausgewählt, weil man ihn bereits aus einem Vorleben kennt, in dem man mit ihm bereits schöne Erfahrungen in der Mann-Frau-Beziehung gelebt hat und überhaupt dadurch Zutrauen fassen kann, was mit einem Mann ohne Vorerfahrung nicht in der Form möglich wäre.
Also findet am Tag Y zu Beginn der Pubertät diese Begegnung statt und der junge Mann, der Seele X in sich trägt, benimmt sich gemäß Vertrag wie ein Idiot. Der Frau bricht es das Herz.
Heilung… oder Hass
Nun hat die junge Frau zwei Möglichkeiten. Die eine ist es, sich zurückzuziehen und ihre Einstellungen zu Männern, ihrer Weiblichkeit, ihrem Selbstwert und ihrer Selbstliebe zu überprüfen und zu heilen.
Wählt sie den anderen Weg, wird sie den jungen Mann verteufeln, sich möglicherweise sagen, dass „Männer alle Idioten sind“, also ihren Hass auf das andere Geschlecht kultivieren, ihre schmerzenden Gefühle abspalten und keinen Mann mehr an ihr Herz heranlassen.
Unwissenheit schützt nicht vor dem Gesetz
Was für weltliche Gesetze gilt, gilt auch für die universellen Gesetze. Im Fall dieser dieser jungen Frau war zu dieser Zeit, in der die schmerzhafte Begegung erfolgte, niemand da, der ihr erklärt hätte, was vor sich geht: Dass der junge Mann ihr einen Liebesdienst erwiesen hat, in dem er seinen Seelenvertrag auf Punkt und Komma erfüllt hat. Dass er ihr einen Spiegel vorgehalten hat, der ihr ermöglicht, ihre seelischen Verletzungen zu heilen, die bereits vor der Begegnung mit Seele X vorhanden waren. Dass er solange nicht mit ihr eine Beziehung leben kann, solange sie nicht in ihrem Inneren die Begrenzungen weggeräumt hat, auf die er sie durch sein Verhalten aufmerksam gemacht hat.
Unwissenheit schützt nicht vor der eigenen Vergangenheit, vor den eigenen inneren Verletzungen, die wiederum dazu führen, dass man selbst zum Täter wird und verletzt. Im Übrigen schützt auch das Wissen alleine nicht davor, die Heilung tut es, die Wandlung vom Hass zur Liebe.
Unerfüllte Liebe wartet auf Heilung
Immer mehr Männer und Frauen berichten mir, dass sie anderen Menschen begegnen, von denen sie spüren, dass sie sich schon irgendwoher kennen, vielleicht eben aus einem Vorleben und dass sie ein klares, deutliches Gefühl im Herzen haben, dass sie füreinander bestimmt sind in diesem Leben. Aber wie damit umgehen, wenn die andere Person keine Signale zeigt, dass sie ebenso empfindet?
Hier lohnt es sich, einen Blick auf den eigenen Seelenplan zu werfen. Ist dieser Mann, ist diese Frau in meinem Leben als realer Partner vorgesehen? Wenn ja, dann ist – Arbeit angesagt.
Die große Aufgabe
Menschen, die sehr empathisch sind, können wahrnehmen, wann sie für eine Person „bestimmt“ sind. Allerdings sind es in allen Fällen die eigenen inneren Themen, die sie davon abhalten, mit dieser Person auch real zusammen zu kommen. Gab es mit dieser Person schon eine Beziehung, kann man relativ leicht anhand der damaligen Konfliktpunkte ablesen, wo die eigene Arbeit zu tun ist: Alles, was man am anderen nicht ertragen konnte oder was verletzt hat, ist das, was im Inneren zu tun ist. Gab es mit der Person in diesem Leben noch keine Beziehung, kann man an den Gefühlen, die sich auftun, während man sich gedanklich und gefühlsmäßig mit dieser Person beschäftigt, erkennen, wo die Lernschritte liegen.
Immer fordern uns diese Menschen heraus, zu wachsen, größer zu werden in der Selbstliebe, der Selbstakzeptanz und der Selbstachtung. Seelenpartner, die diese Aufgabe ernst nehmen, lassen sich erst auf die Beziehung real ein, wenn sie auf Seelenebene erkennen, dass der Partner die gleiche Augenhöhe erreicht hat.
Hausaufgaben machen und Tee trinken
Geduld ist angesagt. Man möchte losgaloppieren wie ein wildgewordenes Pferd und den anderen mit seiner Liebe regelrecht überschütten – und genau das Gegenteil ist erforderlich. Nämlich zuerst sich selbst mit dieser Liebe zu überschütten, ein klares Bild über sich selbst zu gewinnen – was automatisch auch ein klareres Bild über die ersehnte Person ergibt. Und zu lernen, wie man eine energetische Struktur erstellt, in der sich eine vorgesehene Beziehung hineinentwickeln kann, allerdings frei von jeglichen energetischen Zug- und Bindetechniken.
Seelenbeziehungen – aber generell alle Beziehungen – gelingen nur, wenn von Anfang an die Balance im Blick ist – die Kenntnis der eigenen guten und schlechten Seiten, der guten und schlechten Seiten des Partners, die guten und schlechten Seiten der Beziehung. Erst in der Anerkenntnis und der tiefen Wertschätzung beider Seiten wird die Energie frei für die Verwirklichung des Seelenplanes.
Das, was so entsetzlich scheint, der Rückzug, das Nicht-Reagieren des andern oder auch die Ablehnung des anderen, ist letztlich das liebevollste Geschenk, denn er gibt einem Raum und Zeit, um bewusst und mit klarem Herzen in die tiefste und gleichzeitig höchste Form gelebter Seelenbeziehung zu gehen.
Dass ihr die Ablehnung oder den Rückzug des anderen als Geschenk verstehen und zu eurem höchstem Wachstum nutzen könnt, wünscht euch
Christine
Die ihre Klienten lehrt, im Seelenplan vorgesehene Beziehungen auf hohem Niveau vorzubereiten