Let’s talk about Sex… Eins: Wie man Sexualität auf spirituellem Level erkennt
Leni wundert sich. Sie kennt Leo schon seit zwei Jahren, beide arbeiten ehrenamtlich in einem sozialen Projekt. Manchmal sehen sie sich Wochen lang nicht. Wenn beide im Projektraum aufeinander treffen, plaudern sie oder arbeiten gemeinsam neue Konzepte aus. Die Atmosphäre ist freundschaftlich und interessiert. Leo hat eine Freundin, die im Projekt mitarbeitet und Leni hat Leo aufgrund seines Grunge-Looks und seiner langen Haare von Anfang an als potentiellen Herzensmann ausgeschlossen. Deshalb wundert es sie umso mehr, als sie eines Abends nach einem lustigen Projektabend vor dem Einschlafen das Gefühl hat, dass jemand in ihr Zimmer gekommen ist. Sie schaut sich um, kann aber nichts Auffälliges entdecken. Als sie die Augen schließt, sieht sich plötzlich Leo vor sich. Er schaut so aus, wie er im normalen Leben auch aussieht und auch wieder nicht; er ist ätherischer, durchsichtiger und sein Wesen zeigt Seiten, die sie an ihm so nicht wahrnehmen konnte bislang. Leni blinzelt, aber jedes Mal, wenn sie die Augen wieder zumacht, ist das Bild von Leo wieder da. Leo spricht mit ihr – und er verführt sie nach allen Regeln der Kunst. Leni erhält ab diesem Zeitpunkt wöchentlich mindestens einmal auf diese Art „Besuch“ von Leo und sie tauschen Zärtlichkeiten aus und schlafen miteinander, während sie im Alltag weiterhin nur gute Freunde und Kollegen sind.
Immer mehr Frauen und Männer berichten mir in der Praxis von solchen Begebenheiten. Was ist dies für ein Phänomen?
Ist das Einbildung – oder ist Bildung nötig?
Freilich wirkt all dies auf den ersten Blick wie Einbildung. Die junge Dame – und alle anderen Frauen und Männer haben sich das nur eingebildet, reines Wunschdenken, könnte man meinen.
Dies ist jedoch nicht so. Zwischen einer „eingebildeten“ Sexualität und einer erlebten spirituellen Sexualität auf hohem Energielevel liegen Welten und es gibt einige wesentliche Merkmale, an denen man erkennt, woran man ist.
Die Merkmale wahrhaft erlebter spiritueller Sexualität
Woran kann man aber erkennen, ob man quasi im falschen Film, in seiner eigenen blühenden Vorstellung gelandet ist oder ob man teilhat an einer ganz realen, aber nur mit den körperlichen Augen nicht sichtbaren Erfahrung?
Das Hauptmerkmal ist die Unbeeinflussbarkeit. Zwar kann man den „Film“, den man da vor seinen inneren Augen erlebt, stoppen, aber man kann das Verhalten der anderen Person nicht beeinflussen. Bei der Einbildung denkt man sich ja nicht nur das eigene, sondern auch das Verhalten des Partners aus. Im Falle einer realen spirituellen Erfahrung erlebt man die andere Person so willensfrei, wie man sie im Alltag mit Körper erlebt.
Einen solchen „Film“ kann man nicht willentlich erzeugen. Er entsteht, wenn sich beide Menschen auf Seelenebene zu einem Treffen verabredet haben, mit dem Willen geht da gar nichts und auch mit dem Wünschen nicht. Am ehesten hat man einen Überblick, wenn man seine Seelenbewegungen und Seelenpläne kennt.
Man kann also das Kommen einer solchen Begegnung nicht mit dem Denken beeinflussen, auch nicht den Ablauf und das Verhalten der anderen Person, das sind die wichtigsten Merkmale. Ein weiteres Merkmal ist, dass der Körper mitreagiert und – im Falle gemeinsamer Sexualität – einen Orgasmus miterzeugt, allerdings fühlt dieser sich anders an als ein körperlich erzeugter Orgasmus.
Obwohl die körperliche Komponente bei dieser Art von Sexualität naturgemäß eher schwach ist, ist die Empfindung auf höherer Ebene eine intensivere und lässt sich mit einem körperlichen Orgasmus nicht vergleichen.
Der Erinnerungseindruck der Erfahrung bleibt konstant bunt und intensiv und verblasst auch nach Jahren nicht – ein weiteres Merkmal einer realen spirituellen sexuellen Erfahrung.
Wozu soll das gut sein?
Kurz und einfach gesagt, hat die Erde höhere Schwingungsqualitäten erreicht und die setzen bei uns Menschen höhere Qualitäten frei. Dazu gehört auch eine spirituelle Sexualität, die durchaus ohne Körper gelebt werden kann. Hurra! werden all jene körperfeindlichen Menschen jetzt schreien, dann machen wir doch nur mehr Sex auf diese Art und Weise und können den Körper endlich beiseite lassen! Aber – denkste.
Spirituelle Sexualität in einem befriedigenden Sinne kann man erst so richtig leben, wenn man die körperliche Ebene gemeistert hat. Wenn man erstens erkannt hat, dass das Körperliche nicht alles, aber wichtig ist, wenn man zweitens gelernt hat, die Energien effektiv durch den Körper und das ganze Energiefeld fließen zu lassen und wenn man drittens erkannt hat, dass wir auf all unseren Ebenen sexuell sind, nicht nur auf der Körperebene.
Spirituelle Sexualität, ein Widerspruch?
Ist das, was ich spirituelle Sexualität nenne, nicht aber ein Widerspruch in sich? Wie passt Spiritualität mit Sexualität zusammen? Wahrhaft spirituell zu sein, bedeutet, im Fluss der Energie, im Fluss des Lebens, im Jetzt zu sein. Sexualität ist ein Ausdruck von Energie und zwar Lebensenergie. Lebensenergie kann ja für den Ausdruck von allem Möglichen genutzt werden, für kreative Tätigkeit, für Sport, für die Ernährung eines Kindes etc. – und eben auch für Sexualität. Und Sexualität wiederum hat viele Komponenten: Sie kann der Fortpflanzung dienen, Triebbefriedigung auf körperliche Ebene sein, die Entladung von aufgestauten Energien bewirken, sie kann ein Schattenwerkzeug wie zum Beispiel Macht- und Manipulationswerkzeug sein oder ein Zeichen, um Liebe, Nähe und Intimität auszudrücken. Sie kann auch Ausdruck der Seelenaufgabe sein oder der Persönlichkeit und ja, sie kann auch Mittel zur Erleuchtung sein.
Die Welt braucht neue sexuelle Bilder
Alle seufzen, ich weiß. Wir werden so überfüttert mit sexuellen Reizen in den Medien, dass wir unbemerkt völlig abgestumpft sind. Wenn sogar Waschmittel und Autos über sexuelle Reize verkauft werden, wer hat dann noch Lust auf Sex? Aber dies ist es nicht alleine – die eindimensionale, auf den Körper beschränkte Lust, die uns in unserer Gesellschaft als das Höchste aller Gefühle verkauft wird, wird selbst dem sexuellsten Menschen irgendwann zu eintönig.
Nun ist es so, dass die aktuellen energetischen Entwicklungen auf der Erde uns bereits überholen. Wir bilden uns zwar beruflich weiter, vielleicht auch noch sportlich oder geistig, aber die Notwendigkeit zu sexueller Weiterbildung hat die Gesellschaft als Ganzes bisher nicht erkannt.
Deshalb ist es so, dass jetzt Menschen Sexualität auf höherer Ebene einfach so „passiert“ – und sie dadurch so beeindruckt, überwältigt oder beunruhigt sind, dass sie anfangen zu fragen, warum und wie dies möglich ist.
Und so führt sie die Sexualität selbst auf den spirituellen Weg und wer hätte das jemals ausgerechnet von ihr erwartet?!
Ich freue mich auf eure Kommentare und wünsche euch…
…. den besten Sex, den alle Dimensionen zu bieten haben :-)
Christine,
die schon ihr ganzes Leben lang zum Thema Sexualität forscht
und ihren Klienten zu geheilter Sexualität, mehr Lust und Lebensfreude verhilft