Der 10-Steps-Survival Guide für Beziehungen
Beziehungen sind das Thema Nr. 1 in Beratungen. Heute möchte ich einmal aus einer höheren, spirituellen Sicht einen Blick auf Beziehungen werfen und in 10 Stufen mit euch ein neues Plateau der Erkenntnis über die Rolle des Partners in einer heutigen Beziehung beschreiten. Ein Survival Guide in Kurzform.
1. Dein Partner ist dein Spiegel
Die in der spirituellen Szene Aktiven kennen das Spiegel-Gesetz meist gut, das hindert sie aber nicht daran, es zu ignorieren. Ich selbst habe es jahrelang geschafft, es zu predigen UND dieses Gesetz in meiner Beziehung zu verneinen. Naja, vielleicht trifft es auf die anderen zu, dachte ich, aber auf MICH nicht, meine Beziehung ist da eine Ausnahme…
Aber universelle Gesetze machen keine Ausnahme. Auch nicht für dich und mich. Wir nehmen es oft nicht ernst, weil die Wahrheit ja auch so verboten einfach ist: Alles, was mich am anderen stört, ist ein ungeheilter, ungeliebter Teil in mir.
2. Dein Partner erhört deine geheimsten Wünsche
Nämlich jene, die du selbst noch gar nicht kennst – deine unbewussten Wünsche. Während du dir vielleicht bewusst kuscheln und Nähe wünscht, wünscht sich ein ungeheilter kindlicher Teil in dir nur Ruhe und Raum und was denkst du, was wird sich über kurz oder lang durchsetzen? Richtig, das Unbewusste. Es sendet Signale an den Partner, die dein Partner mit seinem Unbewussten registriert – und erfüllt, auch wenn er bewusst selbst gar nicht mitbekommt, dass er es tut.
3. Dein Partner ist dein Erfüllungsgehilfe
Nun ja, wenn es so lustig wäre, alle ungeheilten, schmerzenden inneren Themen anzuschauen, dann würde es jeder sofort tun. So unlustig ist es zumindest bei mir in Sitzungen gar nicht, aber da geht es dann ja auch einfach und schnell. Es dauert oft nur lange, bis man sich aufrafft, da hinein zu schauen. Dein Partner ist dein Erfüllungsgehilfte. Er wird auf die wunden Punkte drücken, bis du AUA schreist und die Heilung in Angriff nimmst.
4. Dein Partner ist kein Tauschgeschäftspartner.
Und wenn er es ist, dann nicht für lange Zeit. Denn das hält keiner lange durch. Gibst du mir… so gebe ich dir. Das geht, solange das, was gegeben wird, sich einigermaßen die Waage hält. Aber wehe, einer hält mehr für sich zurück oder überschüttet den anderen ungefragt mit Liebe… schon gibt’s Krieg um die Energie….
5. Dein Partner ist kein Tandemfahrer.
Die Tandems sehen süß aus, aber ich stelle mir das recht mühsam vor, immer im gleichen Tempo fahren zu müssen wie der andere, unweigerlich gibt einer das Tempo vor, auch wenn es sehr harmonisch aussehen mag von außen. Und so landet man dann in der Ecke und mault: Warum entwickelt sich mein Partner nicht gleich schnell wie ich? Die Wahrheit ist: Er tut es ja. Siehe Punkt eins. Der Schmerz, die Trennung entsteht aus dem Anspruch, Tandem fahren zu wollen….
6. Dein Partner ist ein anderes Wesen.
Auf einer hohen spirituellen Ebene sind wir eins. Damit wir das spüren können, müssen wir aber diese hohen spirituellen Ebenen erreichen, sprich die Wahrnehmung und Erkenntnisfähigkeit trainieren und diese zarte, behutsame Vereinigung üben und dann auch genießen. Den Umweg über die energetische, körperliche und verstandesmäßige Ebene zu gehen verursacht unermessliches Leid auf der Erde. Auf diesen Ebenen bedingungsloses Zusammenfließen erzwingen zu wollen tut weh, bindet, schafft Verstrickungen und Abhängigkeiten.
7. Dein Partner ist Liebe.
Wir können es manchmal nicht glauben und dennoch ist es so. Die Herausforderung in Beziehungen liegt darin, den Blick auf die höchstmögliche Vision des Partners, der Beziehung und von sich selbst zu halten. Beharrlich. Bedingungslos. Ohne Erwartungshaltung. Dann verwirklicht sich dieses hohe Ideal auch. Wenn du den Blick auf die Liebe verlierst, dann wird dein Partner dir seine anderen Seiten zeigen. Wenn du die Liebe wieder findest, wird eine wundersame Verwandlung in deinem Mann, deiner Frau vor sich gehen. Probiere es doch einfach aus – das hat schon in Versuchen mit Pflanzen eindrucksvoll geklappt!
8. Dein Partner ist nicht notwendig.
Alle lieben wir Berührungen, wir lieben Nähe und Zärtlichkeit, wir lieben Zusammensein, wir lieben gemeinsames Planen und Erleben, Erschaffen und Genießen. Aber notwendig ist es nicht. Oft genug suchen wir einen Partner, weil wir der Herausforderung entgehen wollen, unsere Liebe für uns selbst zu entwickeln. Wir werden immer nur einen Partner finden, der uns zeigt, wo wir gerade stehen, also wenn wir uns nicht lieben, wird uns dieser Mensch die Liebe missen lassen. Siehe Punkt 1. Der eigenen Entwicklung also auszuweichen, um über einen anderen Menschen an die Selbst-Liebe zu kommen, kann nur scheitern. Wie soll einem ein anderer das geben, was wir doch in uns selber finden wollen und sollen?
9. Dein Partner ist ohne Schuld.
Wenn wir die Verfehlungen unserer Partner und Expartner anschauen, dann können wir oft auch nach Jahren noch eine lange Liste herunterbeten an Dingen, die der andere getan, gesagt oder nicht getan, nicht gesagt hat. Wir halten fest, wir vergeben nicht, binden dadurch den anderen energetisch an uns, saugen vom anderen weiter Energie und verlieren auch Energie an ihn. Wir selbst bleiben gebunden und wundern uns, warum uns keine neue Beziehung gelingen will. Das Schuldkonzept, dem oft genug auch noch ein Machtkonzept angegliedert ist, loszulassen, macht frei. Frei, zu erkennen, dass man sich jede noch so schreckliche Begebenheit „bestellt“ hat, um zu lernen, zu wachsen, zu reifen und letztendlich zu heilen.
10. Dein Partner ist frei.
Wenn wir selbst nicht frei stehen können, unabhängig, unsere Bedürfnisse in jeder Hinsicht selbst befriedigen können, dann erwarten wir auch vom Partner, dass er seine Freiheit aufgibt. Liebe als Tauschgeschäft – deine gegen meine Freiheit. Das in diesem Gefängnis entstehende Gefühl kann am Anfang noch mit Geborgenheit und Sicherheit verwechselt werden, aber die Unfreiheit wird ihren Tribut verlangen, früher oder später. Es ist Zeit, sich selbst Freiheit zu gönnen – und dem Partner auch. Das hat nicht explizit etwas mit Treue nichts zu tun, sondern nur mit einer großen Bewusstheit über seine eigenen Bedürfnisse.
Letztendlich ist der Partner Tanzpartner in einem Tanz, den man gemeinsam tanzt auf der Bühne Leben.
Ein bezaubernder, berührender Tanz gelingt nur, wenn man die Regeln und Schritte des Tanzes auf
allen Ebenen – auch der spirituellen – kennt, wenn man sich einlässt, als Mann wagt, zu führen und
als Frau wagt, sich führen zu lassen und wenn man bereit ist, eventuelle Fehltritte auf den Fuß
als eigene vorausgegangene Unachtsamkeit wahrzunehmen.
Ich wünsche euch einen harmonischen Tanz mit euch selbst…. …
damit ihr mit der ganzen Schöpfung tanzen könnt
Christine
die ihre Klienten und Klientinnen die Tanzschritte gelingender Selbstliebe und Liebe lehrt